LOOVE & other stories


Hallo Loovers, ich stelle mich und den Blog kurz vor.

Ich heiße Lara, bin 30 Jahre alt und lebe seit fast drei Jahren mit meinem Mann und zwei Kindern auf Mallorca. Mit meiner Berufung als Wedding & Event Planner, bin ich dem Thema Heiraten so nahe wie noch nie zuvor. Es fängt doch schon in meinem ersten Satz an, mit „mein Mann“, denn wir sind nicht verheiratet. Noch nicht. Aber wie bezeichnet man den Menschen an seiner Seite, auch ohne Trauschein am treffendsten? Freund? Partner? Lebensabschnittsgefährte? Puh. Einen Freund hatte ich als Teenager, meinen Partner habe ich im Beruf, Lebensabschnittsgefährte klingt zeitlich begrenzt. Also mein Mann. Ohne, dass das irgendwo auf einem Papier steht. Ich lade euch ein, mich auf meiner Reise zu begleiten. Die Reise durch die Liebe, mit allen Höhen und Tiefen, mit Aussicht auf eine Hochzeit. Aus der Perspektive der Braut und Hochzeitsplanerin.

It begins with LOOVE

Verliebt sein, ist das nicht der schönste Zustand? Egal, ob im Kindergarten, als Teenager, oder auch wenn man älter wird und immer mehr begreift, was Liebe wirklich bedeutet. In Beziehungen früher, hatte man immer Angst, dass schon die kleinste Auseinandersetzung zur Trennung führt. Da galt es schon als lange Beziehung, wenn man immerhin mehr als 6 Monate zusammen war. Damals musste man noch zum Festnetztelefon greifen und hatte mit ziemlich viel Pech die Eltern des Auserwählten am Hörer. Diese Aufregung. Am Besten war derjenige in deiner Schule und somit das Lernen nebensächlich und volle Konzentration auf den gemeinsamen Schulweg oder die Pause. Die Schmetterlinge im Bauch und der darauf folgende Liebeskummer haben sich durch meine Jugend gezogen. Ich war schon immer romantisch veranlagt verknüpft mit hohen Erwartungen. Ich wollte schon immer Heiraten. Ich habe seit Kindesalter das Bild in meinem Kopf, von meinem Papa zum Altar geführt zu werden. Ich bin jetzt das erste Mal über 6 Jahre in einer Beziehung. In einer ernsten Beziehung. Mit Höhen und Tiefen, mit vielen Auseinandersetzungen, sogar mit Kindern. Viele Paare gehen schon nach kurzer Zeit den Bund der Ehe ein, am Besten noch so lange das verrückte Verliebtsein anhält.  Andere wiederum brauchen das nicht, die Beziehung zu bescheinigen. Viele machen es aus reinen Steuergründen. Vielleicht bin ich da altmodisch veranlagt, aus Liebe heiraten zu wollen, die Hochzeit als Krönung zu sehen, natürlich auch als Bindung. Ist es doch viel einfacher sich zu trennen, wenn man nicht verheiratet ist. Ich wollte immer heiraten bevor unsere Tochter in die Schule kommt, dass dann auch alle den gleichen Namen tragen. Ein Zugehörigkeitsgefühl. Wieviele unterschiedliche Vorstellungen es einer Hochzeit gibt, wird mir jetzt durch meinen Beruf bewusst. Nur mit den engsten Freunden, im Kreise der Familie, zu zweit, im großen Rahmen, am Strand, im Restaurant, mit Kindern, ohne Kinder, Party, Weingut, private Finca, kirchliche Trauung, freie Zeremonie, nur standesamtlich… die Liste und Wünsche sind endlos. Was ich mehr und mehr feststelle, ist, dass meistens die Frauen ihre genauen Vorstellungen haben und diese auch durchsetzen. Ganz nach dem Motto: happy wife, happy life. Wahrscheinlich geht es den meisten Frauen wie mir, das Bild im Kopf, seitdem man klein ist. Wie schön, dass heutzutage quasi alles möglich ist. Auch, dass man nicht heiraten muss, zB nur weil man Kinder hat. Früher kaum vorstellbar.
Viele Frauen leben nach der Vorstellung: Happy wife, happy life.
Ich war sechs Monate alt, als meine Eltern geheiratet haben. Natürlich ohne jegliche Erinnerung. Schade eigentlich. Unsere Mädchen wünschen sich, dass wir heiraten. Wollen Blumenmädchen sein und tanzen. Ich finde die Vorstellung schön, dass sie sich daran erinnern werden und ein Teil des Ganzen sein können. Dann denke ich, wie gemein es wäre, sollte noch ein Kind dazukommen, dass er/sie dann nicht dabei war. Also warten? Nicht, dass das in meiner Hand liegt, auch hier bin ich altmodisch und muss auf einen Antrag warten. Sogar so altmodisch, dass ich gerne hätte, dass mein Mann auch meinen Papa fragt. Letztendlich wird er es ja auch sein, der mich symbolisch gesehen, dann in seine Hände übergibt. Auch, wenn das ja im Alltag schon lange passiert ist, bzw sich eingeschlichen hat. Gibt es den richtigen Zeitpunkt? Mein Leben bisher hat mir gezeigt: nein. Das ist jetzt natürlich meine Geschichte. Egal, was ich in den letzten 6 Jahren geplant habe, nichts kam so wie es gedacht war. Die Beziehung, das Kind, das Bonuskind, der Umzug nach Mallorca. Nichts davon war geplant. Ab jetzt plane ich auch nichts mehr. Außer Hochzeiten anderer Menschen.

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